Induktion

Bei weiteren Fragen zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

Informationen für Neulehrer*innen

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege, liebe Junglehrer*innen!

Die PH Wien gratuliert Ihnen sehr herzlich zu Ihrem erfolgreichen Abschluss und zur Anstellung an einer Schule. Gerne begleiten wir Sie in Ihrem ersten Dienstjahr. Dazu sind im Rahmen der Induktionsphase 6 Lehrveranstaltungen zu je 4 Unterrichtseinheiten an der Pädagogischen Hochschule zu absolvieren.

Induktionslehrveranstaltungen - Gesetzliche Grundlagen

Intention

 „Die Induktionsphase dient der berufsbegleitenden Einführung in das Lehramt. Die Landesvertragslehrperson/Vertragslehrperson in der Induktionsphase ist durch eine Mentorin oder einen Mentor zu begleiten“ (Landesvertragslehrpersonengesetz 1966, § 5 (1), Vertragsbedienstetengesetz § 39a).

Aufgaben der Lehrpersonen in der Induktionsphase („Induktionslehrpersonen“)

  • Kooperative Zusammenarbeit mit der Mentorin bzw. dem Mentor
  • Tätigkeiten den Vorgaben des Mentors/der Mentorin entsprechend ausrichten
  • Hospitation von Unterricht anderer Lehrpersonen
  • Absolvierung der Induktionslehrveranstaltungen 

Induktionslehrveranstaltungen

…sind gemäß 124. Bundesgesetz: Bundesrahmengesetz zur Einführung einer neuen Ausbildung für Pädagoginnen und Pädagogen, Juli 2013, § 35, Z 6:

„…Lehrveranstaltungen, die im Rahmen der Berufseinstiegsphase als Lehrer bzw. Lehrerin an einer österreichischen Schule zur wissenschaftlichen Begleitung und Reflexion der Praxis im jeweiligen pädagogisch-praktischen Berufsfeld dienen.“

Ausmaß und Umfang der Lehrveranstaltungen

24 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten = 6 Halbtage (pro Halbtag 4 UE)

Angebotene Lehrveranstaltungen an der PH Wien ab November 2021 (in Planung - vorbehaltlich ev. Änderungen)

  • Impulslehrveranstaltung (Bildungsdirektion) ( der Termin wird noch bekannt gegeben) + 
  • 6 verpflichtende Veranstaltungen:

Inhalte dieser Veranstaltung:

  • Rechte und Pflichten von Lehrpersonen, Schüler/inne/n und Erziehungsberechtigten in der Praxis: Unterricht, Erziehungsmaßnahmen, Aufsichtspflicht, Leistungsbeurteilung u.a.
  • Organisatorische Aufgaben von Lehrpersonen im Überblick: Wision, Kustodiate, Klassenbuch, Elternarbeit, Organisation von Schulveranstaltungen, Bestellung von Unterrichtsmitteln, Formulare, Fristen, Konferenzen u.a.
  • Jüngere Novellen im Schulrecht: Schulbehörden und Schulaufsicht, Deutsch-Fördersystem, Schulpflicht, Leistungsbeurteilung, Herbstferien u.a.
  • Aufsichtspflicht in der Praxis
  • Urheberrecht in der Praxis
  • Grundlagen des Lehrer/innen/dienstrechts
  • Schulpartnerschaft und Zusammenarbeit mit anderen Lehrpersonen, Freizeitpädagog/inn/en, Schulärzt/inn/en, Schulsozialarbeiter/inne/n, Schulpsycholog/inn/en, Beratungslehrer/innen und externen schulbezogenen Einrichtungen
  • Auffinden schulrechtlich relevanter Regelungen im Internet

Ziele dieser Veranstaltung:
Die Teilnehmer*innen:

  • können ihre wichtigsten Rechte und Pflichten in Unterricht, Erziehung und Aufsicht wahrnehmen.
  • können ihre wesentlichen organisatorischen Aufgaben zeitgerecht und angemessen erfüllen.
  • können die Bedeutung der wesentlichen Neuerungen im Schulrecht für ihre Praxis erkennen.
  • können ihren Unterricht aus urheberrechtlicher Sicht rechtskonform gestalten.
  • kennen die Grundlagen des Lehrer/innen/dienstrechts Neu.
  • können die Aufgaben von Freizeitpädagog/inn/en, Schulärzt/inn/en, Schulsozialarbeiter/inne/n, Schulpsycholog/inn/en, Beratungslehrer/innen und externen schulbezogenen Einrichtungen unterscheiden und mit diesen Einrichtungen und Personen vernetzt zusammenarbeiten.
  • können schulrechtlich relevante Regelungen mit Hilfe von Suchmaschinen und Online-Datenbanken auffinden und verstehen.

Inhalte dieser Veranstaltung:

  • Begriffe “Leistungsfeststellung”, “Leistungsbeurteilung” und „Lernstandserhebung“
  • Aspekte von Leistung sowie mögliche Bezugsnormen
  • Statischer versus dynamischer Leistungsbegriff
  • Einblick in die gesetzlichen Grundlagen (z.B. Leistungsbeurteilungsverordnung)
  • Mögliche Beurteilungsformen wie Notengebung oder alternative Leistungsbeurteilung sowie gesetzliche Vorgaben und Rahmenbedingungen
  • Fallbeispiele

Ziele dieser Veranstaltung:
Die Teilnehmer*innen

  • erhalten einen Überblick in die verschiedenen Aspekte in Zusammenhang von Leistung.
  • kennen die aktuellen gesetzlichen Grundlagen, um Leistungsfeststellung und -bewertung möglichst objektiv, reliabel und valide durchzuführen.
  • kennen die LBVO und können diese entsprechend in der Praxis anwenden.
  • sind in der Lage, Leistungsfeststellung und -beurteilung entsprechend den rechtlichen Vorschriften durchzuführen.

Inhalte dieser Veranstaltung:
Allgemein

  • Maßnahmen für sprachliche Bildung seitens der Bildungsdirektion
  • Sprachstandserhebungen – Möglichkeiten und Überblick
  • Schulrechtlicher Rahmen für die Arbeit mit Kindern mit anderen Erstsprachen als Deutsch, z.B. AO-Status

Schwerpunkt Primarstufe

  • Überblick über Modelle und Organisation von Sprachfördermaßnahmen in der Klasse bzw. Schule (z.B. Deutschförderklassen, Deutschkurse)
  • Möglichkeiten des Muttersprachlichen und Mehrsprachigen Unterrichts
  • Mögliche Anlaufstellen bei Fragen/Problemen wie z.B. Sprachförderzentrum
  • Fallbeispiele

Schwerpunkt Sekundarstufe

  • Basiswissen zum Thema Sprachsensibler Fachunterricht sowie Anwendungsbeispiele
  • Unterschied zwischen Bildungssprache und Alltagssprache
  • Scaffolding als Methode
  • Schärfung der Operatoren in der sprachlichen Bildung

Ziele dieser Veranstaltung:
Die Teilnehmer*innen

  • nehmen Dimensionen von Kultur und Sprache bewusst wahr und kennen konkrete Strategien im Umgang mit kultureller und sprachlicher Diversität
  • kennen Instrumente zur Sprachstandserhebung im Überblick, seine Einbettung in die Schulpraxis im Sinne einer individuellen Sprachförderung sowie einer sprachbewussten Unterrichtsgestaltung
  • wissen über die rechtlichen Rahmenbedingungen Bescheid.
  • kennen verschiedene Sprachfördermaßnahmen
  • verfügen über ein Basiswissen im Bereich „Sprachsensibler Unterricht“
  • kennen den Unterschied zwischen Alltags- und Bildungssprache sowie „Scaffolding“ als Methode

Inhalte dieser Veranstaltung:

  • Erscheinungsformen und mögliche Ursachen von Unterrichtsstörungen
  • Mögliche Präventionsmaßnahmen wie positive Autorität, durch kollegialen Grundriss, durch professionelle Klassenleitung und durch Resilienz
  • Gesetzeskonforme Interventions- sowie Sanktionsmöglichkeiten
  • Supportmöglichkeiten im Schulsystem
  • Fallbeispiele

Ziele dieser Veranstaltung:
Die Teilnehmer*innen

  • sehen die Bewältigung von Unterrichtsstörungen als professionelle Aufgabe von Lehrpersonen.
  • erweitern ihre Handlungskompetenz im Umgang mit Unterrichtsstörungen.
  • kennen mögliche Supportsysteme.
  • können auf Unterrichtsstörungen angemessen reagieren.
  • kennen Interventionsmöglichkeiten und können diese anwenden.
  • sind in der Lage, auffälliges Verhalten von SchülerInnen in seinen Zusammenhängen besser wahrzunehmen sowie zu reflektieren, analysieren und interpretieren.

Inhalte dieser Veranstaltung:

  • Einblick in die Rahmenbedingungen und theoretischen Grundlagen der Elternarbeit
  • Professionsverständnis: Lehrer*innenrolle, Sprache,
  • Kommunikationsformen und Gesprächsführung für Elterngespräche wie z.B.Beratungs-, Informations- und Konfliktgespräche
  • Planung und Durchführung von Informationsveranstaltungen (z.B. Elternabend, Klassenforum)
  • Interkulturelle Elternarbeit
  • Fallbeispiele

Ziele dieser Veranstaltung:
Die Teilnehmer*innen

  • erwerben Basisinformationen, um (schwierige) Elterngespräche zielorientiert planen und durchführen zu können.
  • verfügen über das Wissen, wie man mit Beratungs- und Konfliktsituationen professionell umgehen kann.
  • wissen, an welchen Stellen weitereInformationenbzw. Unterstützungsmöglichkeiten zum Thema Elternarbeit sowie -gespräche zu finden sind.
  • haben einen Einblick in Techniken der professionellen Gesprächsführung für Informations-, Beratungs- und Konfliktgespräche
  • erwerben einen Einblick in die Gesprächsführung im Kontext von Interkulturalität und Mehrsprachigkeit.

Inhalte dieser Veranstaltung:

  • Unterschied zwischen Mobbing Cybermobbing) und Konflikt
  • Einblick in Unterstützungsmöglichkeiten und Interventionsmethoden
  • Konfliktanalyse und Diagnose-Instrumente (Gewaltfreie Kommunikation, Aktives Zuhören, Körpersprache…) im Überblick
  • Coaching und professionelle Gesprächsführung
  • Bewusstmachen der inneren Haltung und Persönlichkeitsentwicklung
  • Fallbeispiele

Ziele dieser Veranstaltung:
Die Teilnehmer*innen

  • können innerhalb der Schulgemeinschaft ihren Beitrag zu einem Miteinander leisten.
  • kennen Informations- und Supportsysteme.
  • haben einen Einblick in verschiedene Methoden der Gesprächsführung und Konfliktlösungsstrategien.
  • sind in der Lage mit Beratungs- und Konfliktsituationen professionell umzugehen.
  • haben Einblicke in verschiedene Methoden und Maßnahmenpakete zur Gewalt- und Mobbingprävention sowie in Interventionsmethoden 
  • wissen, wo sie weiterführende Bildungsangebote finden können.

Zeitpunkt der Lehrveranstaltungen

  • Jede Lehrveranstaltung wird ab November 2021 im Laufe des Schuljahres 2021/22 mehrmals angeboten.
  • Jede Lehrveranstaltung wird voraussichtlich nachmittags bzw. abends sowie an unterschiedlichen Wochentagen stattfinden.
  • Zeitpunkt und Reihenfolge der Lehrveranstaltungen sind frei wählbar – jedoch nach Maßgabe vorhandener Plätze.
  • Ist eine gewünschte Lehrveranstaltung bereits aufgrund der begrenzten Teilnehmer*innenzahl voll, muss ein anderer Termin gewählt werden.
  • Weitere Details können Sie PH-Online entnehmen, sobald Sie von der Direktion als Studierende der Fortbildung in PH-Online gemeldet sind.

Reihenfolge der Lehrveranstaltungen

Diese ist nach Maßgabe der vorhandenen Plätze individuell wählbar.

Voraussetzungen für die Teilnahme an den Induktionslehrveranstaltungen

  • Die Belegung bzw. Absolvierung der Induktionslehrveranstaltungen ist nur aufgrund einer Anstellung möglich (kein Rechtsanspruch), ist aber nicht von einem bestimmten Beschäftigungsausmaß abhängig.
  • Sie müssen von Ihrer Direktion als „Studierende der Fortbildung“ in PH-Online angelegt sein, damit Sie Lehrveranstaltungen der Induktionsphase belegen können.

Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen

  • Sobald Sie von Ihrer Direktion in PH-Online der Schule/Dienststelle zugeordnet wurden, können Sie sich selbst an der PH als Studierende/r der Fortbildung immatrikulieren und sich dann in Folge zu den Lehrveranstaltungen anmelden. 
  • Die Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen sind im Wintersemester von 1. September bis 15. Oktober und im Sommersemester von 1. Februar bis 28. Februar möglich.
  • Nach der Anmeldefrist beginnt der dreiwöchige Befassungszeitraum und danach erhalten Sie eine Zu- oder Absage.

Bestätigung der Absolvierung

Die Teilnehmer*innen können sich die Teilnahmebestätigungen jeder besuchten Lehrveranstaltung selbst ausdrucken.

Verpflichtung zu WEITEREN Fortbildungen

Diese sind nach derzeitigem Stand den Empfehlungen des Mentors/der Mentorin im Rahmen des Entwicklungsprofils zu entnehmen.

Links, Downloads und weitere Informationen

Finden Sie nachfolgend weiterführende Dokumente und Anleitungen.

Terminliste Induktionslehrveranstaltungen
Finden Sie hier eine Liste der Termine für die Induktionslehrveranstaltungen im Schuljahr 2021/22.
PH-Online Anleitung: Immatrikulation (Voranmeldung)
Dieses PDF Dokument enthält die PH-Online Anleitung für die Immatrikulation (Voranmeldung).

Informationen für Mentor*innen

Die Aufgaben der Mentor*innen in der Induktionsphase sind in LVLPG 1966 § 6 und VBG 1948 § 39 geregelt.

Aufgaben der Mentor*innen in der Induktionsphase

Dazu zählen laut LVLPG 1966, § 6. sowie VBG 1948, § 39a:

  • Beratung bei Planung und Gestaltung des Unterrichts
  • Analyse und Reflexion der Tätigkeit in Unterricht und Erziehung
  • Unterstützung in der beruflichen Entwicklung sowie Anleitung im erforderlichen Ausmaß
  • Beobachtung des Unterrichts
  • Erstellung eines Entwicklungsprofils
  • Erstellung eines Gutachtens zum Verwendungserfolg bis spätestens drei Monate vor Ablauf der Induktionsphase

Fortbildungsmöglichkeiten für bereits bestehende Mentor*innen

 Als Mentor*in können Sie freiwillige und somit nicht verpflichtende Fortbildungsveranstaltungen bzw. Hochschullehrgänge besuchen.

Besuch einzelner Fortbildungsveranstaltungen

Die Fortbildungsveranstaltungen orientieren sich an diesen gesetzlich verankerten Aufgaben und befinden sich derzeit in Planung, voraussichtlicher Beginn Studienjahr 2020/21.

Absolvierung des 2. Abschnitts des Lehrgangs „Mentoring: Berufseinstieg professionell begleiten“

  • Für bereits ausgebildete Mentor*innen besteht die Möglichkeit, den 2. Abschnitt des Lehrgangs auf freiwilliger Basis zu absolvieren.
  • Die Module 4 – 6 des Lehrgangs starten voraussichtlich im Herbst 2020.
  • Für aktuelle Informationen gelangen Sie hier zum Lehrgang.

© Pädagogische Hochschule Wien | Grenzackerstraße 18 | 1100 Wien

Home | Impressum |  Kontakt 

Praxis