© Renate Burian

XR trifft Bildung: PAX-Generalversammlung in Wien

Wien, im September 2026: Vom 2. bis 4. September 2026 trafen sich die Partner*innen des europäischen PAX-Projekts an der Pädagogischen Hochschule Wien zum fünften PAX-F2F-Meeting des PAX-Konsortiums. Gastgeber war das I:SBB, Mode und Design, am Urban Diversity Education Campus der PH Wien. Im Mittelpunkt standen aktuelle Projektergebnisse, Erfahrungen aus den beteiligten Ländern und die Planung der nächsten Arbeitsschritte.

PAX steht für Pedagogical Alliance for XR-Technology in (Teacher) Education. Im Projekt arbeiten sechs europäische Hochschulen und drei Partner aus dem Bereich der XR-Entwicklung zusammen. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte und zugleich praxistaugliche Ansätze für den Einsatz von Extended Reality in Schule und Lehrkräftebildung zu entwickeln. Extended Reality, kurz XR, umfasst unter anderem Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality. Für den Bildungsbereich geht es dabei nicht nur um technische Möglichkeiten. Entscheidend ist vielmehr, wie solche Technologien sinnvoll in Lehr- und Lernprozesse eingebunden werden können. Lehrpersonen sollen dabei unterstützt werden, XR-Anwendungen fachlich und didaktisch einzuschätzen sowie gezielt einzusetzen.

Eröffnet wurde das Treffen von Vizerektor Prof. Dr. Norbert Kraker. In seinen Begrüßungsworten verwies er auf die Bedeutung der Projektergebnisse für die Auseinandersetzung mit neuen Technologien in Bildung und Lehre. Anschließend präsentierten zwei Studierende ihre Arbeiten und gaben Einblicke in unterschiedliche Zugänge zum Thema XR. Danach berichteten die Projektpartner*innen über den Stand der einzelnen Arbeitspakete, besprachen die bisherige Fortschritte, offene Aufgaben und die nächsten gemeinsamen Schritte. Zu den zentralen Themen gehörten der PAX XR Compass, die PAX Guideline for XR Developers, der PAX Training Space und die Erfahrungen aus den PAX Refinement Hubs. Auch Fragen des Transfers, der Verbreitung der Projektergebnisse, ihrer Wirkung sowie geplante weitere Publikationen waren Teil des Austauschs.

Ein wesentliches Projektergebnis ist der unter Leitung des Wiener PAX-Projektteams entwickelte PAX XR Compass. Er unterstützt Lehrpersonen dabei, sich im Umgang mit XR-Technologien zu orientieren und deren Einsatz im Bildungsbereich fundiert zu planen. Der PAX XR Compass behandelt unter anderem Grundlagen zu XR, mögliche Einsatzbereiche im Unterricht, Fragen der Kompetenzentwicklung und Möglichkeiten der Evaluation.

Bei einer gemeinsame VR-Tour durch Wien wurde die praxisbezogene Anwendung von Virtual Reality während einer Stadttour erprobt und aus pädagogischer Perspektive diskutiert. Gleichzeitig bot die Tour Gelegenheit für den informellen Austausch innerhalb des internationalen Konsortiums.

Am Abschlusstag standen Berichte aus den beteiligten Ländern sowie Erfahrungen aus bisherigen Pilotierungen samt geplanter kommender Aktivitäten im Vordergrund. Weitere Schwerpunkte waren die Vorbereitung der PAX VR Days, die im Februar 2027 in Münster stattfinden werden, und unter dem Titel „PAX 2.0 – Visions of the Future“ die Diskussion möglicher Perspektiven für eine weitere Zusammenarbeit.

Das Projektmeeting in Wien zeigte, dass mehrere der bisher entwickelten Konzepte zunehmend in konkrete Instrumente und Anwendungsszenarien überführt werden. Der PAX XR Compass, der PAX Training Space und weitere Projektergebnisse werden laufend erprobt und weiterentwickelt. Der Austausch zwischen Forschung, pädagogischer Praxis und technologischer Entwicklung bleibt dabei ein zentraler Bestandteil der internationalen Zusammenarbeit.

Text und Bilder: Renate Burian

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Mag. Dr.
Jure
PURGAJ
Hochschulprofessor für Fachdidaktik Mode und Design, Studienprogrammleiter des Masterstudiums Modemanagement
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