Was beschäftigt Jugendliche heute wirklich? Woran glauben sie, wovor haben sie Angst – und wie stellen sie sich ihre Zukunft vor?
Mit genau diesen Fragen setzt sich die Jugendstudie „Lebenswelten 2025. Einstellungen und Werte von Jugendlichen in Österreich“ auseinander – und liefert Antworten, die aufhorchen lassen. Mit über 15.000 befragten Schüler:innen der 8. bis 12. Schulstufe ist sie die bislang größte Jugendstudie Österreichs. Gleichzeitig ermöglicht der Vergleich mit der ersten Erhebung aus dem Jahr 2020 erstmals einen Blick darauf, wie sich Einstellungen und Werte in nur wenigen Jahren verändert haben.
Dass dieser Blick notwendig ist, zeigt schon die Lebensphase selbst: Jugendliche stehen heute vor komplexen Herausforderungen – zwischen Orientierungssuche, gesellschaftlichem Wandel und zunehmender Unsicherheit. Die Studie macht sichtbar, wie sie damit umgehen – und wo sie Halt finden.
Am 8. April 2026 wurde die Studie an der Pädagogischen Hochschule Wien präsentiert. Nach der Begrüßung durch die Rektorin der PH Wien und Gastgeberin Priv.-Dozin Mag.a Dr.in Barbara Herzog-Punzenberger, gab es noch Überlegungen zu Jugend und Forschung von SektChefin Mag.a Margareta Scheuringer und der Rektorin der PH Vorarlberg Mag.a Elisabeth Haas. Somit zeigte sich ein gemeinsamer Fokus: Jugend nicht nur zu beobachten, sondern ernst zu nehmen – als eigenständige Perspektive auf gesellschaftliche Entwicklungen.
Auch wenn die ursprünglich geplante Keynote von Projektleiterin HProf. Dr.in Gudrun Quenzel krankheitsbedingt ausfiel, wurden die zentralen Ergebnisse von Martina Ott, MA, PhD. kompakt vorgestellt – und boten eine fundierte Grundlage für die anschließenden Diskussionen.
Die präsentierten Ergebnisse zeichnen ein vielschichtiges Bild.
Jugendliche denken intensiv über ihre Zukunft nach – über Bildung, Beruf und Beziehungen. Gleichzeitig spielen Freundschaften, Freizeit und Gesundheit eine zentrale Rolle im Alltag. Themen wie politische Beteiligung, Demokratieverständnis oder auch Unsicherheiten und Ängste sind präsent – jedoch nicht eindimensional, sondern oft widersprüchlich und differenziert.
Besonders spannend: Werte und Haltungen befinden sich im Wandel. Fragen nach Gerechtigkeit, Diversität oder gesellschaftlichem Zusammenhalt werden von Jugendlichen aktiv verhandelt – ebenso wie ihre Erfahrungen mit Schule, Teilhabe und Zugehörigkeit.
In mehreren thematischen Sessions wurden die Ergebnisse vertieft und diskutiert – von schulischem Wohlbefinden über politische Einstellungen bis hin zu Fragen von Inklusion, Mehrsprachigkeit und Future Consciousness. Den Abschluss bildete eine offene Diskussionsrunde unter dem Titel: „Was folgt aus den Ergebnissen?“
Statt klassischer Podiumsdiskussion setzte das Format auf Beteiligung: Wer wollte, konnte Platz nehmen und mitdiskutieren. Den Diskurs begonnen haben FH-Prof. Eva Grigori, BA MA, Sabine Scheffknecht, PhD und Mag. Stefan Schmid-Heher, BEd.
Ein passender Abschluss für eine Studie, die genau das einfordert – das Zuhören und Ernstnehmen unterschiedlicher Perspektiven.
Die Jugendstudie „Lebenswelten 2025“ ist mehr als eine Bestandsaufnahme. Sie ist ein Angebot – an Bildung, Politik und Gesellschaft, genauer hinzusehen. Denn wer wissen will, wie Zukunft aussieht, sollte dort beginnen, wo sie gerade entworfen wird: bei den Jugendlichen selbst.
Zu den Ergebnisdarstellungen: https://jugendstudie.at/
Zur Publikation: https://jugendstudie-lebenswelten.weebly.com/uploads/5/9/1/0/59105493/lw25%C3%96_endf_kl.pdf
Zu Stimmen aus den Medien:
Eine Studie dieser Größenordnung ist nur durch die umfangreiche Unterstützung sehr vieler Menschen möglich. Wir danken allen Schüler:innen für die Einblicke in ihre Lebenswelt, den Lehrer:innen und Direktor:innen für die Teilnahme mit ihren Klassen an der Befragung sowie den Bildungsdirektionen der Bundesländer für die Genehmigung der Befragung. Wir danken den Rektor:innen und Vizerektor:innen der Pädagogischen Hochschulen und dem BMB für die bereitwillige personelle, ideelle und materielle Unterstützung. Ein ganz besonderer Dank gilt dem Land Vorarlberg für die finanzielle Förderung, dem Statistischen Amt der Vorarlberger Landesregierung für die professionelle Ziehung der Stichprobe und der Praxismittelschule Vorarlberg sowie der Praxismittelschule der PH Wien für den kognitiven Pretest. Nicht zuletzt danken wir den studentischen Mitarbeiter:innen und den vielen weiteren helfenden Händen.
Die Herausgeber:innen der Lebensweltenstudie 2025:
Gudrun Quenzel, PH Vorarlberg
Martina Ott, PH Vorarlberg
Katharina Meusburger, PH Vorarlberg
Martin Auferbauer, PH Steiermark
Helga Grössing, PH Wien
Nikolaus Janovsky, KPH Edith Stein
Gregor Jöstl, PH Niederösterreich
Leopold Kirner, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik
Doris Lindner, KPH Wien/Niederösterreich
Jasmin Mersits-Linzer, PH Burgenland
Herbert Neureiter, PH Salzburg
Paul Resinger, PH Tirol
Johannes Thonhauser, PPH Augustinum
Christoph Weber, PH Oberösterreich
Alfred Weinberger, PPH Linz
Daniel Wutti, PH Kärnten
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