© Jugend am Werk Graz/Miriam Raneberger

Sewing Sustainable Futures: Von der PH Wien initiierte internationale Kooperation bringt nachhaltige Mode auf den Grazer Open-Air-Laufsteg

Graz, 19. Juni 2026: Mit dem Projekt „Sewing Sustainable Futures“ setzen das Institut I:SBB, Fachbereich Mode und Design der Pädagogischen Hochschule Wien, das NAPI Sustexmoda Institute in São Paulo, Brasilien, und Jugend am Werk Steiermark ein gemeinsames Zeichen für verantwortungsvolle Modegestaltung.
Die Studierenden des  vierten Semesters entwickelten dafür praxisnahe Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Upcycling-Modelle. Begleitet wurde das interdisziplinäre Projekt an der PH Wien von Renate Burian, Monika Lutter, Petra Rachlinger, Lisa Stumbauer und Jure Purgaj. Gemeinsam deckten sie die Bereiche Entwurfsentwicklung, Schnittentwicklung, Produktfertigung, Gestaltung der Anleitungen und Projektmanagement ab. Die Anleitungen wurden so gestaltet, dass sie verständlich, visuell nachvollziehbar und für Menschen mit unterschiedlichen Vorerfahrungen im Nähen nutzbar sind. Fachliche Impulse aus São Paulo, wo Kreislaufwirtschaft und soziale Integration eng miteinander verbunden werden, bildeten eine wichtige Grundlage für die Projektumsetzung in Österreich.
In Graz realisierte die Nähwerkstatt des gemeinnützigen Beschäftigungsprojekts Your Company von Jugend am Werk Steiermark mit Ihren Transfermitarbeitenden ausgewählte Entwürfe auf Basis dieser studentischen Anleitungen. Präsentiert wurden die so entstandenen Modelle sowie weitere am 19. Juni 2026 im Rahmen der Upcycling-Modenschau „Un-Wasted“ am Mariahilferplatz. Seitens der PH Wien nahmen in Vertretung drei Studierende sowie ihre Lehrbeauftragte an der Präsentation vor Ort teil. Die Modenschau zeigte eindrucksvoll, wie aus Altkleidern und Textilspenden tragbare, zeitgemäße Looks entstehen können.
„Sewing Sustainable Futures“ macht sichtbar, welches Potenzial in der Zusammenarbeit von Hochschulbildung, internationalem Know-how und sozialer Beschäftigung liegt. Aus vorhandenen Materialien entstehen neue Gestaltungsmöglichkeiten. Zugleich machen die didaktisch aufbereiteten Anleitungen handwerkliches Wissen zugänglich und fördern eine ressourcenschonende, nachhaltige Textilpraxis.
Text: Renate Burian

Kontakt

Mag. Dr.
Jure
PURGAJ
Hochschulprofessor für Fachdidaktik Mode und Design, Studienprogrammleiter des Masterstudiums Modemanagement
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