TDI‘26 – Tag der Diversität und Inklusion 14. Oktober 2026

Unter dem Motto „Alles. Außer. Gewöhnlich. Inklusion nachhaltig gedacht“ stand der 15. Tag der Diversität und Inklusion an der Pädagogischen Hochschule Wien ganz im Zeichen der nachhaltigen Gestaltung von Inklusion. Mehr als 110 Teilnehmer:innen diskutierten aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven im Spannungsfeld von Inklusion und Nachhaltigkeit. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Arbeitsbereich Inklusive Bildung am Institut für Urban Diversity Education. Wie in den vergangenen Jahren wurde damit ein starkes Zeichen für Diversität, Inklusion sowie für die Gleichstellung und Gleichbehandlung aller Menschen gesetzt.

Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Schüler:innen der Praxisvolksschule und Praxismittelschule der PH-Wien begrüßte Rektorin Barbara HERZOG-PUNZENBERGER die Teilnehmer:innen. Die Leiterin des Instituts für Urban Diversity Education, Sabine ALBERT, rückte die Bedeutung der inklusiven-nachhaltigen Bildung in den Fokus. Rainer GRUBICH moderierte als Leiter des Arbeitsbereichs Inklusive Bildung die Tagung.

Zur Einstimmung auf das Tagungsthema begann die Veranstaltung mit einem Impulsvortrag von Tobias BUCHNER, Universität Wien, zum Thema „Nachhaltige Verankerung von Inklusion in der Bildungspolitik?“ Neben den Meilensteinen der Inklusiven Pädagogik, wie der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK), den Sustainable Development Goals (SDGs), den Inklusiven Modellregionen und dem Nationalem Aktionsplan, führte er weitere Entwicklungen der Inklusion/Sonderpädagogik aus, die das Spannungsfeld des Themas aufzeigen.

In der nachfolgenden Podiumsdiskussion, geleitet und moderiert von Georg LAUSS, Arbeitsbereich Politische Bildung PH Wien, wurden folgende Fragen an die Diskutant:innen gestellt: Der Weg in ein Inklusives Bildungssystem? Wird Inklusion tatsächlich nachhaltig gedacht und was bedeutet das aus Sicht der Diskutant:innen? Welche bildungspolitischen Maßnahmen müssten gesetzt werden, um Inklusion nachhaltig zu denken?

Es diskutierten: Tobias BUCHNER (Universität WIEN), Regina GRUBICH-MÜLLER (ehemalige Schulqualitätsmanagerin) Astrid PANY (SPÖ Wien), Arabel BERNECKER-THIEL (NEOS Wien), Katharina SCHÖLL-LAUSSERMAYER (GRÜNE Wien) sowie Philippe NARVAL (Präsident der Lebenshilfe). Im Anschluss gab es die Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum. Viele kontroversielle Aspekte wurden angesprochen, wie etwa die Erhaltung von Sonderschulen oder die Abschaffung des Lehramts für Sonderschulen.

Das Programm wurde durch 14 Workshops in zwei Workshophasen ergänzt, die das Themenfeld Inklusion und Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachteten. Ein Marktplatz mit zahlreichen Aussteller:innen und Informationsständen bot Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung mit Vertreter:innen verschiedener Institutionen und Initiativen. Für das kulinarische Angebot sorgte unter anderem „Schmatz…Matz-Catering“ des Schulzentrums Holzhausergasse. Zur barrierefreien Durchführung der Veranstaltung trug unter anderem die Übersetzung des ersten Teils der Veranstaltung in Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) bei. Die erfolgreiche Umsetzung der Tagung wurde darüber hinaus von der Bildungsdirektion Wien maßgeblich unterstützt.

Inklusion nachhaltig gedacht und umgesetzt, das haben die Initiativen und Projekte bei dieser Tagung eindrucksvoll gezeigt: Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden und Teilnehmer:innen.

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