Abschlusspräsentation des Wahlmoduls „Theatrale Welten konzipieren, bauen und gestalten“ im Sommersemester 2026

Am 30. Juni 2026 verwandelte sich das Literacy Lab der PH Wien in eine Bühne für Kamishibai-Erzählungen. Im Rahmen der Abschlusspräsentation des Wahlmoduls „Theatrale Welten konzipieren, bauen und gestalten“ begrüßten die Studierenden die Klassen 2A und 2B der Praxisvolksschule der PH Wien als Gäste.

Im Laufe des Semesters setzten sich die Studierenden intensiv mit dem Kamishibai, dem traditionellen japanischen Erzähltheater, sowie mit dem Handpuppentheater auseinander. Neben der praktischen Erprobung standen auch die historischen und theoretischen Grundlagen dieser Theaterformen im Fokus. Die Studierenden entwickelten eigene Geschichten und Dialoge, gestalteten Handpuppen, bauten Kamishibai-Bühnen und ergänzten ihre Inszenierungen durch musikalische und klangliche Elemente. Ein besonderes Augenmerk galt dabei dem Potenzial theatral-ästhetischer Zugänge für Sprachbildungsprozesse.

Den Höhepunkt des Semesters bildete die öffentliche Präsentation dreier selbst entwickelter Kamishibai-Stücke, die teilweise mit Handpuppenspiel verbunden wurden. Durch die Veranstaltung führte ein engagiertes Moderationsteam, das die einzelnen Beiträge miteinander verband und für den Einbezug des Publikums sorgte. Trotz der hohen sommerlichen Temperaturen verfolgten die Kinder die Aufführungen mit Aufmerksamkeit und ließen sich von den Geschichten begeistern.

Unter dem diesjährigen Semestermotto „Gegenpole“ beschäftigten sich die Inszenierungen mit Gegensätzen, Gemeinsamkeiten und dem Potenzial von Begegnungen. So erzählte eines der Stücke die Geschichte des „Stachelmonsters“, das auf der Suche nach Freundschaft Wege findet, anderen näherzukommen, ohne sie zu verletzen. Ein weiteres Kamishibai widmete sich dem Zusammenleben der weisen und strengen Frau Eulenstein mit den lebensfrohen Partyratten JayJay, Josy und Jim in einer Baum-WG. Den Abschluss bildete die Geschichte eines mutigen Mädchens, das sich auf Grundlage einer alten Legende auf die Suche nach den vier getrennten Nationen begibt – in der Hoffnung, einen Weg zu finden, sie wieder zu vereinen.

Die Abschlusspräsentation wurde vom starken Teamgeist der Studierenden getragen und zeigte, wie theatrale Formen Raum für Sprache, Fantasie und gemeinsames Erleben eröffnen können. Gleichzeitig bot sie den Studierenden die Gelegenheit, ihre im Semester erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten live zu erproben.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Team der Praxisvolksschule der PH Wien für die wertschätzende Zusammenarbeit und die Unterstützung unseres Projekts.

Unser besonderer Dank gilt außerdem dem Team der Bibliothek der PH Wien für die Beschaffung vieler Kamishibai-Stücke, die eine wertvolle Grundlage für unsere eigene Arbeit bildeten.

Lehrendenteam:
Elisabeth Frantal (Technik und Design), Elisabeth Kargl (Musik, Darstellendes Spiel) und Martina Turecek (Sprachliche Bildung und DaZ, Darstellendes Spiel)

 

Kontakt

Martina Turecek
Mag.a
Martina
TURECEK
Prof.in Mag.a
mehr erfahren

Meistgesuchte Services

Angebote für Schulen

Praxis

Institute

Meistgesuchte Services

Angebote für Schulen

Praxis

Institute