Abschlusskonferenz EU-Projekt EUfolio

Auf Einladung des irischen Bildungsministeriums präsentierte Klaus Himpsl-Gutermann die Ergebnisse der Studie "ePortfolio for KidZ 2014" auf der internationalen Abschlusskonferenz des EU-Projekts EUfolio in Dublin.

Das EUfolio-Projekt, bei dessen Antragstellung und Anfangsphase 2012/2013 Klaus Himpsl-Gutermann beteiligt war, hatte sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige E-Portfolio-Implementierungen in Schulen in fünf Partnerländern (Irland, Slowenien, Litauen, Zypern, Galicien/Spanien) durchzuführen. Nun konnten nach zwei Jahren auf der insgesamt beeindruckenden Konferenz die vielfältigen Projektergebnisse präsentiert werden, die über die EUfolio-Webseite als Open Educational Resources zum Download bereitstehen.

Die Liste der "Deliverables" des Projektes ist lang und in vielerlei Hinsicht sehr wertvoll, wenn die Einführung von E-Portfolios an Schulen geplant wird: ein Forschungsbericht zu bestehenden Strategien und Praxiserfahrungen, eine E-Portfolio Prozess-Spezifikation und generische Funktionsspezifikationen, Materialien für die Lehrer/innenfortbildung, ein Toolkit zur Datensammlung, die Evaluationsergebnisse mehrerer Pilotstudien und schließlich ein Implementierungsleitfaden für Entscheidungsträger/innen und Expertinnen/Experten an den Schulen.

Neben den "offiziellen" Projektoutcomes bot die Konferenz über Kurzvorträge, Workshops und Poster einen bunten Einblick in die E-Portfolioarbeit der Kinder und Jugendlichen aus fünf Ländern, wobei als E-Portfolio-Software in den Pilotstudien entweder Mahara oder Microsoft Office 365 zum Einsatz kamen. Eine besonders gelungene und eindrucksvolle Zusammenfassung bietet ein Video, das ebenfalls online zur Verfügung steht.


von links: Sinéad Tuohy (EUfolio), Kenotespeakerin Val Klenowsky aus Australien, Irlands Bildungsministerin Jan O'Sullivan, Ben Murray (EUfolio) [Bildquelle: @eufolioirl]

In einer Session mit vier Kurzvorträgen stellte Klaus Himpsl-Gutermann vom Zentrum für Lerntechnologie und Innovation (ZLI) der Pädagogischen Hochschule Wien die Ergebnisse der "ePortfolio for KidZ Studie 2014" vor. Während in Irland und Slowenien im Rahmen von EUfolio systematische Implementierungen von E-Portfolios in einer großen Zahl von Projektschulen vorgenommen wurden, gibt es in Österreich bis dato nur individuelle Einzelinitiativen, die allerdings auch ein buntes Potpourri an Einsatzmöglichkeiten von E-Portfolios zeigen.

Neben einer Übersicht als interaktive Landkarte geben acht Fallbeispiele einen tieferen Einblick in die Portfolioarbeit der einzelnen Schulen. Sowohl bei EUfolio als auch in der österreichischen Studie kristallisierte sich ein Erfolgsfaktor deutlich heraus: die Schulen brauchen engagierte Lehrer/innen, die einerseits offen sind, sich auf Neues einzulassen, und andererseits neben dem Schulalltag Zeit und Energie aufbringen, sich über einen längeren Zeitraum weiterzubilden. Neben Fortbildungsangeboten in Lehrgangsform ist eine kontinuierliche Begleitung der Schulen wichtig, wie sie beispielsweise in Irland schon sehr lange Tradition hat und im KidZ-Projekt derzeit auch zum Angebot der Pädagogischen Hochschule Wien gehört.


EUfolio Conference am 22. April 2015 im Dublin Castle

Die Schlussworte auf der Konferenz im Dublin Castle kamen von der irischen Bildungsministerin Jan O'Sullivan persönlich, die sich beim Team vom „Department for Education und Skills“ rund um Rita Sexton für die Koordination des Projektes und die hervorragende Organisation der Konferenz bedankte.

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