Veranstaltungsreihe „POSITIONEN“ am 14. März 2016 – Prof. Dr. Andreas Gruschka: „Unterricht Verstehen“

Der programmatisch gewählte Titel des Vortrags von Andreas Gruschka wies auf zweierlei Art und Weise auf die inhaltliche Ausrichtung des „pädagogischen Geschäfts“. Zum einen, so Gruschka, muss das Verstehen der Lernpersonen im Unterricht problematisiert werden können, und zum anderen muss man die Strukturbildung des geführten Unterrichts einer Lehrperson verstehen, d.h. durchschauen lernen. Beides ist ohne Anstrengung des Begriffs nicht zu haben.

Eine pädagogische Theorie des Unterrichts auf pädagogischer Basis fußt auf einheimischen pädagogischen Begriffen, nimmt daher keine Anleihen an gängigen Angebots-Nutzungsformaten der Didaktik.

Im Grunde genommen kommt man, so Gruschka,  mit einem dreifachen Relationsgefüge aus: Erziehung – Didaktik – Bildung. Im jeweiligen Durchgang durch eine transkribierte Sequenz einer Unterrichtssituation können durch Analyse die jeweils wahrgenommenen Handlungsoptionen in erziehlicher, didaktischer oder bildungsrelevanter Hinsicht rekonstruiert werden. Dadurch werden auch Alternativen zu diesen Handlungen deutlich. M.a.W. mit Blick auf die so entdeckbare Hinterbühne des Unterrichts werden Strukturbildungsgesetzmäßigkeiten identifizierbar, denen der Unterricht beim einzelnen Lehrer aber auch an sich unterliegen dürfte.

180 HörerInnen erlebten Unterricht, in dem „Verstehen gelehrt“ wurde.

Dr. Andreas Gruschka

Im kommenden WS 2016/17 kommt im Rahmen der „POSITIONEN“ Prof. Dr. Mathias Proske / Universität zu Köln zu uns.  

Heribert Schopf


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