Erfolgreicher Start der Veranstaltungsreihe „POSITIONEN“

Am 20. Oktober startete die Reihe „Positionen“ mit einem Vortrag von Univ.-Prof. Roland Reichenbach (Universität Zürich) mit dem Thema: „Zur gesellschaftlichen Anerkennung der Lehrerinnen und Lehrer“.

Roland Reichenbachs Pädagogik macht Positionen deutlich, ohne dass er diejenigen, denen er kritisch gegenübersteht, diffamieren müsste. Er bringt mit seinem Humor und seiner rhetorischen Brillanz Themenkomplexe und Sprachspiele des pädagogischen Diskurses auf den Punkt und seine Zuhörerinnen und Zuhörer damit ins Denken. Er bedient sich dabei der Spielart der Differenz und nicht des normativen Gegensatzes. So kritisiert er den aktuellen Kompetenzdiskurs und macht aber auch deutlich, dass Kompetenzen ohne Fachlichkeit der Lehrperson nicht zu haben sind. Sein Plädoyer für eine Imagepolitur der Lehrperson ist dabei mit den Begriffen Autorität und Tradition verbunden, Begriffe, deren Wert in unserer Gesellschaft ins Wanken geraten sein dürften. Seine Ausführungen zu einer entauratisierten Schule mit geschwächten „Gratiskräften“, die sich weitestgehend auf Verfügungswissen fixiert habe, erweitert er um dessen Bedingungen der Möglichkeit, nämlich das Orientierungs- und Reflexionswissen dabei nicht zu unterschlagen. Erst in der Kombination dieser drei Wissensformen, so seine Argumentation, kann dem Schleiermacher'schen „Sorgeargument“ in der LehrerInnenbildung Rechnung getragen werden.

Heribert Schopf


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