Die Pädagogische Hochschule Wien erhält das Europäische Sprachensiegel 2015 verliehen

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Europäischen Tag der Sprachen verlieh das ÖSZ im Auftrag des BMBF und der Nationalagentur Lebenslanges Lernen das „Europäische Sprachensiegel“ an die Kompetenzstelle für Mehrsprachigkeit und Migration der Pädagogischen Hochschule Wien.

Bereits zum 15. Mal verlieh das Österreichische Sprachen-Kompetenz-Zentrum (ÖSZ) das europäische Sprachensiegel. Die feierliche Verleihung fand an der Pädagogischen Hochschule Steiermark statt und war Teil des Sprachenfests, welches das Sprachennetzwerk Graz anlässlich des „Europäischen Tags der Sprachen“ auf der Grazer Murinsel veranstaltete.

Mit dem Sprachensiegel-Wettbewerb unterstützt die Europäische Union seit 1997 qualitätsvolle Sprachenprojekte, die das Sprachenlernen und -lehren verbessern und dabei neue, kreative Wege gehen. Rund 60 Institutionen reichten 2015 ihre Initiativen zum Thema „Sprachen für soziale Eingliederung“ ein. Als Sieger des Wettbewerbes gingen sieben Projekte aus den Bundesländern Niederösterreich, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien hervor. Ausgezeichnet wurde in den Kategorien: Kindergarten, Volksschule, Sekundarstufe 1, Sekundarstufe 2, Pädagogische Hochschulen, Erwachsenenbildung und Vereine/NGOs. Ein weiteres Sprachensiegel wurde dem renommierten Schweizer Sprachwissenschaftler Prof. Basil Schader und seinem internationalen Projektteam verliehen.


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In der Kategorie Pädagogische Hochschulen wurde das von der Kompetenzstelle für Mehrsprachigkeit und Migration der Pädagogischen Hochschule Wien (Ko.M.M.) eingereichte Projekt „Komm ins Ko.M.M“ ausgezeichnet.

Dieses Vielfalter-Projekt1 verfolgte das Ziel, einen positiven Zugang zu sprachlicher und kultureller Vielfalt sowie einen professionellen Umgang mit Mehrsprachigkeit in allen Schulfächern durch kompetente Lehrpersonen zu fördern.

Mehrsprachigkeit sollte durch dieses Projekt als Wert, als wahre Chance und als Ressource erkannt und unterstützt werden, Sprache(n) sollte(n) als Tool für soziale Eingliederung verstanden werden.

Dies wurde durch diverse Angebote und Aktivitäten im Projekt unterstützt, wie z.B. durch Tage der Mehrsprachigkeit, musikalische, sprachliche und methodisch-didaktische Workshops, Exkursionen, Vorstellen mehrsprachiger Kinderbücher, Entwickeln mehrsprachiger Unterrichtsmaterialien, Herausgabe eines mehrsprachigen Infoletters, in deren Gestaltung und Umsetzung mehrsprachige Studierende eingebunden waren.

Mit dem Ziel der Sensibilisierung für kulturelle und sprachliche Vielfalt wurden u.a. Filmabende, Round-Table-Gespräche und Diskussionsrunden angeboten.

Die verschiedenen Aktivitäten haben dazu beigetragen, einen Teil der Studierenden für die Themenbereiche „Mehrsprachigkeit“ und „kulturelle Vielfalt“ zu sensibilisieren.

Durch das Erleben und Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten im Schulalltag konnte bei den Studierenden das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit der Thematik und das Nutzen persönlicher – v.a. mehrsprachiger – Ressourcen erhöht werden.

Es ist davon auszugehen, dass sich diese positive Grundhaltung auf die LehrerInnenprofessionalität und auf alle Schulkinder und deren Bildungsweg auswirkt.

1 Dieses Projekt wird von Vielfalter SM, eine Initiative von Western Union und dem Interkulturellen Zentrum mit Unterstützung vom Bundesministerium für Bildung und Frauen gefördert. Vielfalter unterstützt Projekte, die das Potenzial, das in kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit steckt, begreifen und nutzen.


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