Staff Training Week in Barcelona

In meiner Gruppe war eine Kollegin aus Wien, zwei aus Sheffield, zwei aus Toulouse und eine aus Polen. Mit viel Geduld, Freude und dem äußerst sympathischen spanischen Temperament motivierte und unterrichtete uns unsere Trainerin Miriam bei heißen Temperaturen und einem enormen Lärmpegel wegen einer nahen liegenden Baustelle. Bereits am ersten Tag konnten wir einige Sätze auf Spanisch sprechen. Selbstverständlich lobte sie dabei jeden von uns. Die Erklärungen und Übersetzungen fanden stets auf Englisch statt. In den Pausen und bei den Ausflügen plauderten wir in Englisch oder Spanisch. Mit den Zimmernachbarn meines Hotels und mit einigen Touristen konnte ich mich auf  Italienisch unterhalten. Ich war diese Woche mit mehreren Fremdsprachen konfrontiert, was mir sehr viel Freude bereitete und mir die Motivation gab, mich in diesem Bereich weiter zu entwickeln.

Das Ziel meines Spanienaufenthaltes war Land, Leute und die „lengua“ kennen zu lernen. Genau dies durfte ich bereits an meinem ersten Tag erleben. Ich fuhr mit dem Linienbus 91 von der Nähe meines Hotels bis zur Endstation am Stadtrand. Während der Fahrt genoss ich den Blick auf die bekannte Architektur – das Bauprojekt des Eixample - den Hafen und den ruhigen Außenbezirk. Es ist meine Angewohnheit in fremden Städten einfach los zu marschieren und meinem Instinkt zu folgen. Deshalb hatte ich das große Glück nach einigen Schritten ein traditionelles Kindergartenfest im Freien zu finden. Keiner der tanzenden und singenden Spanier fragte mich, was ich dort mache. Ich genoss die spanischen Lieder der drei Musiker, das aufgeregte temperamentvolle gemütliche Plaudern und Tanzen der Familien mit ihren kleinen Kindern. Beim Buffet kaufte ich mir selbstgebackene typisch spanische vorzügliche Speisen. Ich fühlte mich fast wie ein Teil dieser großen „Familie“ obwohl ich kaum ein Wort verstand.

   

Der tägliche Spanischkurs fand von 09:30 Uhr bis 14:30 Uhr statt und ich bin wieder überzeugt, dass Lernen Spaß macht! Am Montag marschierten wir nach dem Kurs in die Altstadt, wo wir das gotische Viertel mit der Catedral, die beeindruckende Kirche Santa Maria del Mar und den Parc de la Ciutadella. Miriam‘s Erklärungen waren auf Spanisch. Zum Schluss kamen wir zu meinem Lieblingsplatz, dem Hafen.

   

Am Mittwoch fuhren wir mit Steve, einem anderen Trainer der Schule, mit dem Bus zum Berg Montjuic wo wir das atemberaubend große Museu Nacional d’Art de Catalunya (MNAC) besuchten.

Am Donnerstag amüsierten wir uns bei einer fantastischen Flamenco Show in einem sehr kleinen Lokal. Ich war vom Tanz, der Musik und von den Emotionen der Tänzer sehr beeindruckt.

An meinem letzten Tag fuhr ich zum Tibidabo, dem 512 m hohen Berg Barcelonas, leicht erkennbar an der auf seinem Gipfel erbauten Kirche. Diese Templo del Sagrat Cor ist von einer riesigen Christusfigur, der goldenen Statue des Sagrado Corazón gekrönt. Der Ausblick vom Tibidabo ist faszinierend: Die Stadt liegt zu Füßen und erstreckt sich bis zum Meer.

   

Sowohl diesen und alle anderen Aus- und Einblicke werde ich ewig in sehr guter Erinnerung behalten.

Sabine Bauer

<< Zurück zu Reports