Besuch der Pädagogischen Hochschule Zürich vom 26.09.-28.09.2018

Die PH Zürich liegt unmittelbar neben dem Hauptbahnhof in einem 8 stöckigen Gebäude.
Frau Barbara Nafzger vom International Office hat uns gleich am ersten Tag durch das sehr modern ausgestattete Gebäude geführt. Im ganzen Haus gibt es zahlreiche Räume für Lehrende und Studierende, nicht nur für die Abhaltung von Lehrveranstaltungen, sondern auch Aufenthaltsräume für Studierende und Lehrende, eine Bibliothek, eine Mensa und eine Cafeteria mit Terrasse. Ein großer Hörsaal wird hauptsächlich für Vorträge und Festveranstaltungen genutzt, 3  kleinere stehen für Lehrveranstaltungen zur Verfügung. In der Berufsbildung sind keine Vorlesungen, sondern nur Seminare und Übungen vorgesehen.
Ganz oben im 8. Stock gibt es ein Mitarbeitendenfoyer für Besprechungen und Pausen.
Unmittelbar darunter wurden Ruheräume für Mitarbeiter/innen eingerichtet, in welchen man sich zwischendurch in Ruhe entspannen kann. 

Im Anschluss an die Führung wurden wir von unserem Gastgeber Prof. Dr. Christoph Städeli und einem Teil seines Teams begrüßt. Prof. Dr. Markus Maurer erklärte uns das Schweizer Berufsbildungssystem. Von Prof. Dr. Städeli erfuhren wir Details über die Ausbildung von Lehrpersonen. Die Modelle der berufspraktischen Ausbildung wurden von Prof. Dr. Claudio Caduff dargebracht. Schließlich präsentierten Prof. Dr. habil. Manfred Pfiffner und lic. jur. Saskia Sterel ihr JugendDiagnose Tool zum Thema Lesen, sowie ihr neues Buch zum 4K-Modell. Dieses Modell wurde bereits beim Besuch der PH-Wien, am Institut für Berufsbildung von Koll. Pfiffner kurz vorgestellt.

Im Gegenzug wurde von den Vertretern der PH Wien die Duale Ausbildung und die Organisationsformen in der Ausbildung für berufsbildende Lehrkräfte an der PH Wien, sowie didaktisch-pädagogische Schwerpunkte vorgestellt.
Dr. Mohl präsentierte sein aktuelles Forschungsprojekt.
Es gab intensiven Austausch und Diskussionen, welche wir im Beisein weiterer Kollegen und Kolleginnen der PH Zürich im Restaurant Reithalle fortsetzen konnten.

Am folgenden Tag fuhren wir nach Winterthur, wo uns lic. jur Simone Büchi am Bahnhof erwartete und zur Berufsbildungsschule Winterthur begleitete, wo wir in der Direktion von den Leitern Roland Vogel und Manuel Klaus über die Schwerpunkte der Schule informiert wurden. Neben einer Ausbildung in der Berufsschule (1Tag pro Woche) können Jugendliche im Einverständnis mit Ihrer Ausbildungsstätte auch die Berufsmaturität anstreben (ähnlich Lehre mit Matura in Österreich). Dafür besuchen die Auszubildenden an einem zweiten Tag die Schule.

Panorama ZürichPanorama Zürich

Beim gemeinsamen Mittagessen fanden wir uns mit Lehrer/innen und SchülerInnen in einer großen, hellen Mensa, wo verschiedene, zum Teil auch vegetarische Mahlzeiten angeboten wurden. Für die Jugendlichen gibt es dort auch eingebaute Mikrowellenherde, die ihnen zum Aufwärmen ihrer mitgebrachten Speisen zu Verfügung stehen.
Am Nachmittag konnten wir dann in der Berufsmaturitätsschule den Unterricht in Chemie bei IT-Lehrlingen und im Fach Sozialwissenschaften in einer Erwachsenenklasse beobachten.

Am Freitag, unserem letzten Tag, erwarteten wir schon gespannt die didaktisch-methodische Umsetzung des 4K-Studienmodells. Dabei stehen folgende 4 Bereiche im Mittelpunkt der Ausbildung:    

  • Kritisches Denken und Problemlösen
  • Kommunikation
  • Kooperation
  • Kreativität und Innovation

Die Studierenden sind wie in Österreich bereits an einer Berufsfachschule tätig und kommen außer zu zusätzlichen Blockveranstaltungen nur freitags an die Hochschule.
Ein wesentlicher Teil eines jeden Moduls ist der sogenannte Wochenrückblick mit welchem jeweils ein/e  Studierende/r die Veranstaltung mit einem selbstgewählten aktuellen Thema (3-5 Ereignisse der vergangenen Woche) eröffnet. Alle Zuhörer/innen sind gefordert aufzustehen und auch in der Folge Feedback zu geben. In unserem Fall hat ein Kollege über Digitalisierung referiert und dazu Beispiele aus verschiedenen Fachbereichen gebracht.
Im Anschluss daran hielt Prof. Dr. Pfiffner ein Inputreferat zum Thema Jugendalter.
Inputreferate dienen als Vorbereitung für die folgenden Lernaufgaben in der Lerngruppe bzw. im begleiteten Selbststudium.

Insgesamt konnten wir viele Ähnlichkeiten mit den Arbeitsformen am IBB der PH Wien entdecken, aber auch Unterschiede, die uns zu zahlreichen Gesprächen und Diskussionen angeregt haben.
Sicher ist auf jeden Fall, dass dieser Austausch sehr motivierend für alle Beteiligten ist und dass eine weitere Zusammenarbeit  von beiden Seiten erwünscht und geplant ist.

Mag. Stefan Illedits, DI Georg Jäggle MA, Dr. Erich Mohl, Mag. Elisabeth Schön

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