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Rückblick auf die Positionen vom 15. März 2021

Univ.-Prof.in Dr.in. Elisabeth Tuider, Universität Kassel sprach zum Thema:

„Das diskursive Ringen um sexuelle Normalität. Sexuelle Bildung im Fokus“

Tuider begann ihren beeindruckenden und intensiven Vortrag mit Beispielen aus dem Feld der Medien. Diese diskursiven Fundstücke allein schon machten auf bedrückende Art und Weise darauf aufmerksam, dass wir von einer „sexuellen Normalität“ weit entfernt scheinen. In einem weiteren Schritt enttarnte sie die unterschiedlichen „Kampfarenen“ samt ihren ideologischen, ethnischen, moralphilosophischen und politischen Zugriffen. Deren alleiniger Zweck dürfte allzu oft nur klientelspezifisches Kleingeld produzieren wollen. Eine Bezugnahme auf wissenschaftliche Forschungsergebnisse ist hier eine Fehlanzeige. Die verbalen Versatzstücke des Kampffeldes „Geschlecht“ sind zumeist homophobe, frauen- und genderfeindliche Slogans („hate speech“), in denen von „Umerziehung“ und eines Verlustes einer vermeintlichen „Ordnung“ gesprochen wird, in der das traditionelle Bild der Familie gegen diverse und diskursive Lebensformen ausgespielt wird. Diese „Panikproduktion“ passt ins Bild einer Gesellschaft der Angst, in der diese Umbrüche offen zu Tage treten. Die solcherart vorfindbaren rhetorischen Bedrohungsszenarien verschmelzen zu einer unheilvollen Allianz mit Rassismus und völkischem Vokabular.

Pädagogisch gesehen lässt sich aber, so Tuider abschließend, dagegen einwenden, dass Sexualerziehung in der Schule angekommen wäre, dass Jugendliche annerkennungstheoretisch und fachlich interpretativ jemanden als Anlaufstelle für ihre Fragen haben müssen. Mit anderen Worten gesagt, der Aushandlungscharakter der Sexualität, die Ermöglichung von identitätsstiftenden Selbstpositionierungen berühren das Bildungsproblem elementar. Wenn bildungstheoretisch Bildung nur als Selbstbestimmung zu bekommen ist, erfährt sexuelle Bildung als ein Teil von ihr, gesonderte Aufmerksamkeit. Empirische Studien belegen daher, dass Vielfalt ist in der Gesellschaft und in der Schule angekommen sind, auch wenn das bestimmte erzkonservative Gruppen der Gesellschaft (noch immer) nicht wahrhaben wollen.

HS-Prof. Mag. Dr. Heribert SCHOPF
Institut für bildungswissenschaftliche Grundlagen und reflektierte Praxis

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