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In memoriam Karl Sagmeister (19.10.1960 – 24.10.2020)

Nachruf

Foto im Gedenken an Karl Sagmeister

"Der Tod ist doch etwas so Seltsames, dass man ihn, unerachtet aller Erfahrung, bei einem uns teuren Gegenstande nicht für möglich hält und er immer als etwas Unglaubliches und Unerwartetes eintritt. Er ist gewissermaßen eine Unmöglichkeit, die plötzlich zur Wirklichkeit wird. Und dieser Übergang aus einer uns bekannten Existenz in eine andere, von der wir auch gar nichts wissen, ist etwas so Gewaltsames, dass es für die Zurückbleibenden nicht ohne die tiefste Erschütterung abgeht", schreibt Johann Peter Eckermann 1836 in seiner Niederschrift der „Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens“.

Die Unmöglichkeit, von der hier gesprochen wird, ist für uns Kolleginnen und Kollegen des Instituts für Berufsbildung (IBB) an der PH Wien leider auch plötzlich zur Wirklichkeit geworden: Am Samstag, den 24. Oktober 2020, ist OStR Prof. Mag. Karl Sagmeister fünf Tage nach seinem 60. Geburtstag plötzlich aus dem Leben gerissen worden, für immer von uns gegangen. Mit Karli, wie er am IBB von allen genannt wurde, verlieren wir nicht nur einen sehr geschätzten Kollegen, sondern einen Freund.

Link zu digitalen Kondolenzbuch

Karl Sagmeister

wurde am 19. Oktober 1960 in Eisenerz (Steiermark) geboren und absolvierte nach der Volksschule, Hauptschule und dem Polytechnischen Lehrgang eine Lehre als Zimmerer. Nach seinem Präsenzdienst besuchte er die Bauhandwerksschule für Zimmerer an der HTBLuVA Wien 3, Leberstraße. Von 1981 bis 1985 war er bei einer Firma in Brunn/Gebirge als Zimmerer und Polier beschäftigt, von 1985 bis 1990 arbeitete er bei der Gemeinde Wien, Magistratsabteilung 28, als Werkmeister. 1986 legte er die Dienstprüfung für die Verwendungsgruppe C im Dienstaufsichtsbereich der MD-Stadtbaudirektion ab. 1990 wechselte er als Vertragslehrer beim Stadtschulrat für Wien an die HTBLuVA Wien 3, Leberstraße. Von 1991 bis 1995 besuchte er an der technisch-gewerblichen Abendschule die Werkmeisterschule für Berufstätige in Wien 4, Plösslgasse, und die Berufspädagogische Akademie des Bundes (BPA) in Wien 10, Grenzackerstraße. Im Juni 1995 legte er die Lehramtsprüfung für technischen und gewerblichen Fachunterricht an berufsbildenden und höheren Schulen (Fachgruppe B) mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Von 1995 bis 1999 studierte er an der Universität Wien Pädagogik und Sonder- und Heilpädagogik (Abschluss: Mag. phil.), im Juni 2000 bestand er schließlich auch noch die Erweiterungsprüfung für den technischen und gewerblichen Fachunterricht an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (Fachgruppe A). In den Studienjahren 2001/02 bis 2003/04 war Karl an der BPA im Rahmen einer Mitverwendung beschäftigt.

Im Jänner 2004 wurde er dann der BPA zur Dienstleistung zugewiesen. Mit der Wirksamkeit vom 1. September 2004 folgte die definitive Versetzung in den Planstellenbereich der BPA. Im Zeitraum von Oktober 2006 bis September 2007 wurde Karl mit der Stelle als Abteilungsleiter für den technischen und gewerblichen Fachunterricht, einschließlich Mode und Bekleidungstechnik an der BPA betraut. Seit der Gründung der Pädagogischen Hochschule Wien im Jahr 2007 zeichnete Karl als Studienkoordinator für die Organisation und Abwicklung der zusätzlichen Lehrbefähigungen im Fachbereich Technik und Gewerbe (heute Erweiterungsstudien) verantwortlich. Im Herbst 2019 wurde ihm der Berufstitel „Oberstudienrat“ verliehen. Neben all seinen anderen Tätigkeiten war Karl von 2004 bis 2019 Mitglied des Dienststellenausschusses Lehrende der PH Wien, von 2016 bis 2019 stellvertretender Vorsitzender. In den vielen Jahren konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Lehrbeauftragten des IBB Karl als engagierten, zuverlässigen und stets hilfsbereiten Kollegen schätzen lernen. Als Koordinator der Erweiterungsstudien im Fachbereich Technik und Gewerbe, als Lehrender und Betreuer von Bachelorarbeiten war es ihm ein großes Anliegen, seine Studierenden bestmöglich zu beraten und zu unterstützen.

Karl war ein sehr offener, aufrichtiger und konstruktiver Mensch, der uns in Instituts-besprechungen durch seine oft kritischen Worte dazu gebracht hat, über institutionelle Herausforderungen oder zu treffende Entscheidungen gründlich nachzudenken, das Für und Wider genau abzuwägen.

Lieber Karl, vielen Dank für deine Motivation, Empathie und Inspiration, die du so vielen Kolleginnen, Kollegen und Studierenden vermitteln konntest. Damit hast du einen nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung der Berufsbildung geleistet! Wir werden dich und deine Menschlichkeit nicht vergessen.

Reinhard Bauer

im Namen aller Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Lehrbeauftragten am IBB

 

Foto von Karl Sagmeister mit Hund in den Bergen

 
 
 

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