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Österreichisches SDG-Forum 2019

Am 29. November 2019 lud Sustainable Development Goals Watch Austria (SDG Watch Austria) zum Österreichischen SDG Forum 2019 unter dem Titel „Agenda 2030: Wohin bewegt sich Österreich?“ ein.

Gemeinsam mit Vertreter*innen aus dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF), der Universität Graz, der Jugendbewegung Fridays for Future, der Industriellenvereinigung, der Diakonie Austria und der Zivilgesellschaft diskutierte Ursula Maurič, Institut für weiterführende Qualifikationen und Bildungskooperationen (IWQ) der Pädagogischen Hochschule Wien (PH Wien) und Mitglied der Strategiegruppe Globales Lernen, Perspektiven unterschiedlicher staatlicher und nicht-staatlicher Akteure aus dem Bildungsbereich in Hinblick auf das Zusammenspiel von Sustainable Development Goal 4 (SDG 4) mit anderen Zielen für nachhaltige Entwicklung der United Nations (UN) Agenda 2030.

Teilnehmer/innen des Diskussionspanels zu qualitativer Bildung für AlleTeilnehmer*innen des Diskussionspanels zu qualitativer Bildung für alle

Bundesministerin Maria Patek verglich in ihrer Eröffnungsrede zum Österreichischen SDG Forum am 29. November 2019 im großen Festsaal der Universität Wien die Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN Agenda 2030 mit einem Haus, das es für alle zu bauen gilt. Dieses Bild wurde in den weiteren Vorträgen und Diskussionsrunden vielfach aufgegriffen. Für die einen wurde für die Umsetzung der SDGs in Österreich bereits mit dem Ministerratsbeschluss vom 12. Jänner 2016 ein Fundament gelegt. Für andere müssen bestehende Bausteine erst gesichtet und gesammelt werden. Und dritte plädieren gar in einem ersten Schritt für ein Niederreißen eines aus ihrer Sicht allzu renovierungsbedürftigen Altbaus. Jedenfalls wird Österreich seinen ersten Freiwilligen Nationalen Bericht zur Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele/SDGs (FNU) im Rahmen des Hochrangigen Politischen Forums für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen im Juli 2020 in New York präsentieren.

Workshop II beschäftigte sich daher mit der Fragestellung, wo sich Österreich auf einem Weg zu einer inklusiven und qualitativen Bildung für alle aktuell befindet. Für den Bildungsbereich allgemein aber auch spezifisch für den Kontext der Lehrer*innenbildung konnten abschließend 4 Hypothesen formuliert werden, die infolge einer weiteren Diskussion bedürfen.

Hypothese 1: Die Umsetzung der SDGs erfordert einen Musterwechsel in bestehenden Traditionen der Umsetzung von Bildung.

Hypothese 2: Wir brauchen eine neue Kultur der Vernetzung, die breiter zu denken ist und besonders interdisziplinäre und transdisziplinäre Zugänge aufgreift. Ein wichtiges Augenmerk gilt es dabei auf bestehende Mechanismen von Marginalisierung und Ausgrenzung zu richten.

Hypothese 3: Auch wenn wir als Gesellschaft angesichts der großen globalen Themen nicht mehr viel Zeit zu haben scheinen, um Lösungen zu finden, so sollten wir uns dennoch Zeit nehmen, um zentrale Konzepte breit zu diskutieren und zu klären. Für SDG 4 sind dies vor allem die Konzepte „Bildungsqualität“, „Inklusion“ und „Global Citizenship“.

Hypothese 4: Lehrer*innenbildung ist gefordert, zukunftsträchtige Modelle für Bildung im 21. Jahrhundert zu gestalten, zukünftige Generationen von Lehrenden dafür einzubinden und diese Modelle selbst vorzuleben.

Text und Foto: Ursula Maurič
Kontakt: Prof. Mag. Ursula Maurič, MA (ursula.mauric(at)phwien.ac.at)

 

 

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