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Wiener Ball der Wissenschaften

26. Jänner 2019

BAC Elementarbildung

Bachelorstudium Elementarbildung:

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Hospitation für Studieninteressierte
an der Praxisvolksschule

Anmeldung zum Wunschtermin:

Montag bis Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr unter praxisvolksschule@phwien.ac.at

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Bildungsstandards

Bildungsstandardsteam Wien

BIST-Überprüfung E8 am 4. April 2019
Inskription interne Testleitung bis 30.11.2018

Kontakt und Information: bildungsstandards(at)phwien.ac.at

Tagungsbericht „Ökonomisierung und Digitalisierung. Sargnägel der Bildungsreform!?“

Am 25.09. 2018 fand unter reger Gästebeteiligung die erste internationale Tagung des IBG in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Bildung und Wissen statt. 

Nach herzlichen Begrüßungsworten unserer Frau Rektorin Mag.a. Ruth Petz und inhaltlichen Hinführungen der beiden Tagungsleiter Dr. Schopf und Dr. Scheidl folgten die beiden Hauptreferate. Prof. Dr. Jochen Krautz von der Bergischen Universität Wuppertal und Prof. Dr. Ralf Lankau von der Hochschule Offenburg gingen in ihren Beiträgen  themenlagenspezifisch vor. Ohne sich abgesprochen zu haben, gelang ihnen damit eine fulminante Zusammenstellung der Fakten und ein tiefgehender

Einblick in die aktuellen Diskursfelder beider titelgebenden Themenlagen. Die doppelten Workshopangebote der Hauptreferenten, sowie diejenigen unserer Kolleg_innen Dr. Bauer, Mag. Severin gemeinsam mit Kollegin Mag.a Tschakert, Dr. Lauß, sowie der Workshops der beiden Tagungsleiter ergänzten das intensive Programm, das von den Teilnehmer_innen gut angenommen wurde. Die Rückmeldungen zu Verlauf und inhaltlicher Gestaltung unserer Tagung waren somit insgesamt positiv und bestärkend. Die abschließende Podiumsdiskussion, geleitet von Dr. Varelija, mit Dr. Schnider vom Qualitätssicherungsrat, LSI Dr. Corazza vom Stadtschulrat für Wien und VR Dr. Strasser von der Päd. Hochschule Wien mit unseren internationalen Gästen zeigte abschließend auf, dass es  durchaus Kompromissformeln geben könnte, wie zB. eine verstärkte Fokussierung auf ethische Fragen.
 

v.l.n.r.: Dr. Varelija, Dr. Strasser, Dr. Schnider, Dr. Corazza, Dr. Krautz, Dr. Lankau bei der Podiumsdiskussion.

Fazit
In den wenigsten Bereichen des schulischen Betriebes, so auch weder im ökonomischen noch im digitalen Diskursfeld wird der Forderung nach mehr Ethik nachgekommen. Dabei geht es in erster Linie nicht nur um eine Beschreibung der Möglichkeiten digitaler Medien im Unterricht, sondern auch um eine Gefährdungsbeschreibung der digitalen Zumutungen an Schule und Unterricht, die beide das lernende Subjekt qua Bildung zur Reflexion auffordern. Zur Erinnerung: Ethisches Handeln basiert auf ethischem Wissen, das sich jedweder Unterrichtung entzieht, es betrifft die Fragen nach Werturteilen und deren Zustandekommen. Wenn Urteilskraft demnach nicht gelehrt, sondern jeweils am Fall geübt werden muss, dann muss man dem Subjekt ohne Hindernisse und Vorbehalte die unterrichtlichen Möglichkeiten dazu geben. Dabei interessieren die Hinterbühnen der digitalen Bildung, die momentan nicht für dieses „vernünftige“ Subjekt einsichtig gemacht werden. 

Eine Forderung nach mehr Ethik machte demnach nur dann Sinn, wenn die in beiden Diskursfeldern immanenten Verwerfungen und Instrumentalisierungsmöglichkeiten dechiffriert und unterrichtlich bearbeitbar würden. Dies erfordert auch eine Lehrperson, die über ihre didaktischen Mittel selbständig entscheiden kann und nicht selbst zum Passagier digitaler Didaktik reduziert wird. Da die eher ethiklose Realisation dieser Trends relativ wahrscheinlich ist, entpuppt sich die rhetorische Figur einer aufklärerischen Forderung nach Kritikfähigkeit und Mündigkeit einmal mehr als Facette einer naiven politischen Halbbildung. Es geht dabei eben nicht allein um die technischen Möglichkeiten, sondern um deren ethische Begrenzungen. Rousseau hätte seinem Emile sicherlich keine Games zum Retten seiner Bildung gegeben. M.a.W.: Solange die „Digitalisten“ keinen (pädagogischen) Begriff mehr davon haben, was Bildung, Lernen, Verstehen, Erkennen und Beurteilen der Sache sind, solange sollte man mit dem Begriff einer „digitalen“ „Bildung“ sparsam umgehen, weil kein Mensch digital lernt (Lankau). Die Tagung hat einmal mehr gezeigt, dass wissenschaftliche Diskurse notwendig sind. 

Aber: Einerseits finden sich diese allzu rasch in Scheindiskursen wieder (man redet aneinander vorbei und tut so, als bemerkte man es nicht), oder sie scheitern schon einfach daran, dass diejenigen,  mit denen man den Diskurs sucht,  sich diesem durch Abwesenheit entziehen (man richtet sich gegenseitig aus, dass man die Sache anders sieht). Beides stellt keine befriedigende wissenschaftliche Basis zur Verfügung, die kontroversielle Sache klarer zu machen.  

Um Ihnen allen die Möglichkeit zu geben, die einzelnen Beiträge nachzulesen, wird es einen gleichnamigen Tagungsband mit allen Beiträgen geben, den wir online zur Verfügung stellen wollen. 
 

Mitveranstalter: Gesellschaft für BIldung und Wissen 
 

Heribert Schopf

 

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