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ÖFEB:Bildung - leistungsstark. chancengerecht.inklusiv?

Nachlese der ÖFEB Tagung „Bildung – leistungsstark.chancengerecht.inklusiv?
19. – 22. September 2017 an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg

Barbara Gullner, Helga Grössing, Sabine Hofmann-Reiter, Sybille Roszner, Renate Potzmann und Oliver Wagner trugen als Vortragende und Präsentator/innen im Rahmen der Postersession zum Gelingen der interessanten Tagung bei. Verstärkt wurde das Team des Instituts für Bildungswissenschaftliche Grundlagen und Reflektierte Praxis durch Christian Berger aus dem Bereich der Medienpädagogik.

Barbara Gullner stellte das Forschungsprojekt Stärken stärken: Professionalisierung durch Ressourcenorientierung: eine Potentialanalyse an Praxisschulen (Durchführung: Susanne Ctibor-Petrik, Barbara Gullner, Helga Grössing, Sabine Hofmann-Reiter, Gabriele Kulhanek-Wehlend) im Rahmen der Posterpräsentation vor.

Dieser Beitrag stellte Ergebnisse der ersten Phase des Forschungsprojektes vor, das folgende Ziele verfolgt:
1.) die Sichtbarmachung der vielfältigen Ressourcen und Stärken der befragten Lehrinnen und Lehrer innerhalb der Praxisschulen an der Pädagogischen Hochschule Wien als ein Baustein von inklusiver Schul- und Unterrichtsentwicklung,
2.) die Darstellung der Verbindungen zu weiteren Institutionen,
3.) das Generieren von Ideen, Visionen, Wünschen und Erwartungen zur Weiterentwicklung der pädagogischen und organisatorischen Konzepte der beiden Praxisschulen und
4.) die Erhebung von Informationen zu einem zielgerichteten Einsatz der Lehrpersonen zur Betreuung der Studierenden als Mentorinnen und Mentoren im Rahmen des Studienfachbereichs Pädagogisch-Praktische Studien.

Helga Grössing und Sabine Hofmann-Reiter referierten in ihrem ersten Beitrag zu Videoanalyse als Strategie zum Aufbau professioneller leistungsstärkender Handlungskompetenzen: Peer/Mentoring als Unterstützungsformat.
Videoaufnahmen von Unterrichtssequenzen zeichnen sich durch die komplexe Kombination von Text, Bild und Ton aus. Die Studierenden befremdet meist ihr per Video dokumentierter Unterricht, wenn sie selbst als Lehrer/in agieren. Mit dem Blick auf sich von außen, der veränderten Stimme, der Außensicht auf die Körperhaltung, die Wirkung der Kleidung etc. baut sich Distanz zu sich selbst auf. Das verfremdende Dokument bietet als Gesprächsanlass die Möglichkeit, subjektive Vorstellungen von gutem und gelungenem Unterricht zu formulieren. In der weiteren Auseinandersetzung mit dem Material in der Peergroup entstehen meist hier schon unterschiedliche Sichtweisen, die Ausgangspunkt für differente Lesarten und Interpretationen sind. Videos bringen potenzielle Vorzüge mit sich, die schriftliche und/oder mündliche Beiträge so nicht leisten können, da sie die Möglichkeit bieten, sich spezifisch lehr- und lernbezogenen Interaktionszusammenhängen im Unterricht zu öffnen. Diese Interaktionen können mit Hilfe von Medien wiederholt und unter verschiedensten Gesichtspunkten beobachtet und interpretiert werden.

Der zweite Vortrag von Helga Grössing und Sabine Hofmann-Reiter beschäftigte sich mit der Frage Inklusive Mehrstufenklasse in der Sekundarstufe I – vom Schulversuch zur Regelschule?
Die Entwicklung von der Integration, dem gemeinsamen Unterricht entsprechend dem Entwicklungsstand von behinderten, lernschwachen, verhaltensschwierigen Schüler/innen, von Schüler/innen mit nichtdeutscher Erstsprache oder solchen mit speziellen Begabungen, zur Inklusion, dem selbstverständlichen Miteinander, das Verschiedenheit im Gemeinsamen bestehen lässt, ist seit der Salamanca Erklärung 1994 in die Wege geleitet und wurde mit der UN-Konvention 2006 bestätigt. Inklusion ist der Inbegriff des humanen und demokratischen Zusammenlebens unter Anerkennung der gleichen Rechte jedes Menschen. So hat jede/r das Recht als gleichwertig und gleichberechtigt respektiert zu werden sowie sein Leben innerhalb der Gesellschaft selbstbestimmt zu gestalten, ungeachtet der ihm möglichen oder nicht möglichen Leistungen. In einem hausinternen Entwicklungsprojekt wurde die Etablierung und Weiterentwicklung einer Inklusiven Mehrstufenklasse (5. – 10. Schulstufe) und die Etablierung einer inklusiven Schulkultur des Schulpraxiszentrums der Pädagogischen Hochschule Wien wissenschaftlich begleitet. Dabei wurden Kompetenzen, Wertorientierungen, Einstellungen und Verhaltensmuster eruiert, die angehenden Lehrer/innen als Voraussetzung zur Entwicklung einer inklusiven Schulkultur dienen sollen. In weiterer Folge wurden diese Ergebnisse in das Ausbildungskonzept der PädagogInnenbildung NEU integriert. Der Prozess und die Dynamik der altersheterogenen Mehrstufigkeit in der Klasse wurde qualitativ beschrieben, mit dem Ziel, detaillierte Informationen über den Iststand und die Bedingungen der beobachteten Entwicklung geben zu können. Dieses erlangte deskriptive Wissen sollte in die Curricula bzw. Studienpläne der Ausbildungsgänge implementiert werden.

Sybille Roszner und Renate Potzmann hielten ihren Vortrag zum Thema Coaching als chancenförderndes Unterstützungsformat in den Pädagogisch-praktischen Studien im Bachelorstudium Primarstufe der Pädagogischen Hochschule Wien.
Im Bachelorstudium Primarstufe sind Pädagogisch-praktische Studien über den gesamten Studienverlauf verankert. Die Integrationsarbeit aller Studienbereiche in der Verknüpfung mit den Praxiserfahrungen findet vom 1. bis zum 8. Semester in Teams von Studentinnen und Studenten in überfachlichen heterogenen Coachinggruppen in Form einer Übung statt. Die Übung Coaching wurde im Studienjahr 2015/16 erstmals angeboten. Erfahrungen mit dieser Lehrveranstaltung werden in einem mehr-phasigen Forschungsprojekt „Coaching als Unterstützungsformat in den Pädagogisch-praktischen Studien im Bachelorstudium Primarstufe“ im Wintersemester 2016/17 sowohl in einer qualitativen als auch in einer quantitativen Erhebung untersucht. Dazu werden u.a. folgende thematische Felder untersucht: Funktion der Lehrveranstaltung Coaching im Praxisgesamtkonzept bzw. im ersten Studienjahr, Selbstverständnis der Lehrenden, Methoden und Themen, Einschätzung der Relevanz. Die erste Phase fokussiert die Sicht der im Studienjahr 2015/16 eingesetzten Lehrenden. Im Beitrag werden Ergebnisse dieser Erhebung präsentiert. Erkenntnisse des Forschungsprojekts dienen u.a. als Grundlage für Maßnahmen zur Unterstützung der Lehrenden bei der Weiterentwicklung der Qualität dieser Übung und der Unterstützung der Studierenden in ihrer heterogenen Entwicklung.

Oliver Wagnerpräsentierte die Ergebnisse seiner Forschung (Durchführung: Oliver Wagner, Peter Rathammer, Harald Knecht) zum Thema Das „Inverted Classroom Model“ (ICM) in den Pädagogisch-praktischen Studien: Eine Design-Based Research-Studie zur Entwicklung eines ICM Konzepts zur Förderung von Leistungsstärke im Rahmen der Posterpräsentation.
Ausgangspunkt dieser Studie ist zum einen der Bologna Prozess und der damit verbundene Paradigmenwechsel, der ‚Shift from Teaching to Learning‘ und, daraus resultierend, die Lerner/innenzentrierung in der Hochschullehre und zum anderen, aufgrund reduzierter Präsenzanteile, die Notwendigkeit neuer Lehrveranstaltungsformate, welche Outcome- und kompetenzorientiert, differenziert, vertiefend und zeiteffizient sind.

Eines dieser Formate ist das ‚Blended Learning‘ Konzept des „Inverted Classroom Models“, dessen Kernpunkt die Lerner/innenzentrierung darstellt und dessen Prinzip es ist, die Phasen der Inhaltsvermittlung, traditionell die Präsenzphase der Lehrveranstaltung, und die Phase der Vertiefung und des Übens, traditionell nicht in der Lehrveranstaltung, zu vertauschen.

Die Fragestellung, wie kann ein Konzept nach dem „Inverted Classroom Model“ für die Lehrveranstaltungen an der PH Wien aussehen?  wird mit dem ‚Design Based Research‘ beantwortet. Zentral für dieses Forschungsdesign ist die interative Vorgehensweise. Nach einer Ausgangs-, Bedingungs- und Kontextanalyse folgt ein kontinuierlicher Zyklus von Design, Durchführung, Evaluation und Modifikation. Die gewonnenen Ergebnisse werden während des Implementierungsprozesses dokumentiert und abschließend in Gestaltungsempfehlungen zusammengefasst. Ob und wie das ICM den Lernprozess und die Lerner/innenzentrierung, auch hinsichtlich reduzierter Präsenzphasen, unterstützt, wird in einem Resümee dargelegt.


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