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Ausstellung „Von der Feder zum Säbel“ über die Wiener Schule im Ersten Weltkrieg an der PH Wien

Schule und Kinder, Pädagogen und Pädagogik in Wien vor hundert Jahren während der Zeit des Ersten Weltkrieges - dies zeigte eine spannende Ausstellung des Wiener Schulmuseums an der Pädagogischen Hochschule Wien.

Ausstellungseröffnung mit musikalischer Begleitung und Film-Doku

Am 13. März 2017 eröffnete die Rektorin der PH Wien, Mag. Ruth Petz, die Ausstellung „Von der Feder zum Säbel – Die Wiener Schule im Ersten Weltkrieg“. „Die Ausstellung“, so sagte die Rektorin, „zeigt die Situation von Schulkindern und Jugendlichen, von Lehrerinnen und Lehrern in Zeiten des Krieges auf; sie macht uns aber auch die Funktion der Institution Schule und die Rolle der Lehrerinnen und Lehrer bewusst.“ Bezirksvorsteher-Stellvertreter Josef Kaindl wies darauf hin, dass die Bewahrung des Friedens zu den großen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart zählt, Krieg und Gewalt aber keine Probleme lösen.

Der Kurator der Ausstellung, Dr. Oskar Achs, gab in seinem Statement eine anschauliche Darstellung der Militarisierung der Schule sowie über die Rolle einer nationalistischen Kriegspädagogik und wies auch auf die moderne grafische Gestaltung der Ausstellung hin. Er dankte der Rektorin, Mag. Ruth Petz, für ihr Interesse an aktuellen pädagogischen Themen und dafür, dass sie die Ausstellung an der PH Wien ermöglicht hatte, sowie Dr. Bernhard Schimek und Mag. Swetlana Ryshaja, für deren Mitwirkung bei der Durchführung. Besonderen Applaus erhielten die Band der PH Wien „Open Mic Sessions“, geleitet von Prof. Dietmar Werluschnig, BEd und Prof. Dipl.-Päd. Karin Schmidt, BEd für die Moderation der gelungenen Eröffnungsveranstaltung.

Für Österreich waren die letzten Jahrzehnte eine Periode des Friedens. Die Ereignisse der letzten Monate haben uns aber gezeigt, dass Gewalt und Krieg jederzeit wieder ausbrechen können und Kinder und Schule dabei miteinbezogen werden. Die Ausstellung „Von der Feder zum Säbel“ des Wiener Schulmuseums, die an der PH Wien gezeigt wurde, ermöglichte interessante und wichtige Einblicke in den Zusammenhang von Krieg und Schule. 

Was geschah vor hundert Jahren in Wien? 

Der Kaiser rief seine Soldaten. In Kolonnenformation marschierten die Einberufenen zur Abfahrt an die Kriegsfront zu den Wiener Bahnhöfen. Unter ihnen befanden sich auch ein Großteil der jüngeren Lehrerschaft aus allen Schultypen Wiens und ältere Schüler der Gymnasien und Lehrerbildungsanstalten, die zuvor eine „Notmatura“ abzulegen hatten. Zahlreiche Schulgebäude wurden für militärische Zwecke beschlagnahmt. Eine schwere Beeinträchtigung des Unterrichts durch Stundenkürzungen und Unterrichtsentfall war die Folge.

In eindrucksvoller Weise zeigen die Texte und Bilder der Ausstellung, wie die Schule immer mehr für den Krieg arbeitete und immer weniger für die Bildung. Die Funktion der Institution Schule veränderte sich dadurch. Politische Bildung wurde zur Indoktrination, zur „Zurichtung der Körper und Köpfe“ im Sinne des Militarismus.

Sammelaktionen statt Unterricht  

Zur Unterstützung der Kriegswirtschaft wurden Kinder und Jugendliche in Wien immer häufiger zu Sammelaktionen herangezogen: Rohstoffe, Abfälle, Altmetalle und sogar Geldspenden wurden gesammelt; sie mussten auch „Kälteschutz“ und „Liebesgaben“ für die Frontsoldaten herstellen.

Hunger, Elend und Verzweiflung der Wiener Kinder

Mit der Dauer des Krieges versanken die Stadt Wien und ihre Kinder immer mehr in Hunger, Elend und Verzweiflung. Schwere Unterernährung, Krankheiten und Seuchen sowie Verwahrlosung und Kriminalität waren die Folge. Zum Bildungsnotstand trat der soziale und psychische Notstand der Wiener Schuljugend.

Aufbruch zur Schulreform

Mit der Dauer des Krieges klafften Kriegspropaganda und Lebensrealität immer mehr auseinander. In der Bevölkerung trat ein Meinungsumschwung ein, die Antikriegsstimmung wurde immer stärker. Die Protestbewegung erfasste auch Bildung und Schule und richtete sich gegen die Kriegsschule und die Kriegspädagogik. An die Spitze der Schulreformbewegung trat der sozialdemokratische Abgeordnete Otto Glöckel. Er forderte im Parlament: „Die Schule darf nicht zur Kaserne und der Lehrer nicht zum Feldwebel werden. Man schützt das Vaterland nicht dadurch, dass man den kriegerischen Geist erzieht, man schützt es, indem man es jedem Bürger wertvoll macht.“

Erst nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und der Monarchie, in den 1920er Jahren, konnte Otto Glöckel die große Schulreform der Ersten Republik durchführen. Durch sein Wirken als Präsident des Wiener Stadtschulrates wurde die Institution Schule demokratischer, sozialer und kindgerechter.

Attraktive Begleitbroschüre als Unterlage 

Zur Ausstellung erschien eine umfassende und reich illustrierte Begleitbroschüre, die im modernen grafischen Stil der Ausstellung gestaltet wurde:

Oskar Achs (Hg.):
„Von der Feder zum Säbel“ – Die Wiener Schule im Ersten Weltkrieg.
Wien 2017 – 3., überarbeitete und erweiterte Auflage
74 Seiten, Magazinformat, zahlreiche Abbildungen
Verlag Verein Wiener Schulmuseum

Die Begleitbroschüre ist im Wiener Schulmuseum erhältlich und kann auch per Internet bestellt werden: wienerschulmuseum(at)gmx.at
Preis: € 12,- (inkl. Porto und Verpackung)

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