Persönliche Eignung

Die persönliche und besondere Eignung für das Bachelor-Studium ist in der Hochschul-Zulassungsverordnung (HZV, BGBl. II Nr. 112/2007) detailliert geregelt:

Laut § 3 Hochschul-Zulassungsverordnung vom 15. Mai 2007 trifft die Studienkommission der Pädagogischen Hochschule durch Verordnung die erforderlichen näheren Festlegungen der

  1. grundsätzlichen persönlichen Eignung für die Ausübung des Lehrberufs,
  2. für die Ausübung des Lehrberufs erforderlichen Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift sowie der erforderlichen Sprech- und Stimmleistung,
  3. besonderen Eignung im Bereich der Berufsbildung.

ad 1. Persönliche Eignung für die Ausübung des Lehrberufs

Die Feststellung der persönlichen Eignung für die Ausübung des Lehrberufs wird gemeinsam mit der mündlichen Überprüfung der deutschen Sprache aufgrund von Einzelgesprächen getroffen, die 15 Minuten nicht unterschreiten und 60 Minuten nicht überschreiten dürfen. Die Gespräche gehen von der vor dem Gespräch erfolgten Selbsteinschätzung der Aufnahmewerber/innen aus und konkretisieren diese im Hinblick auf die Anforderungen des Studiums und des Berufes. Dabei werden besonders die folgenden Aspekte beachtet:

  • Allgemeine Interessen im Zusammenhang mit dem Lehrberuf, Vorstellungen vom Berufsfeld, Berufsbild
  • Vorerfahrungen mit pädagogischem Kontext (Arbeit in Jugendgruppen, Kinderbetreuung, Freizeitaktivitäten etc.)
  • Offenheit für Neues und Reflexionsfähigkeit
  • Kontaktbereitschaft
  • Aspekte unterschiedlicher Lehrämter: Fächer, Altersgruppen, pädagogische und soziale Schwerpunkte

Die Anforderungen in diesem Prüfungsteil sind dann erfüllt, wenn keine Umstände vorliegen, die der Eignung zur Berufsausübung entgegenstehen.

ad 2. Anforderungen an die für die Ausübung des Lehrberufes erforderliche Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift sowie an die für die Ausübung des Lehrberufes erforderliche Sprech- und Stimmleistung

 a) Schriftliche Überprüfung auf Reifeprüfungsniveau mit Ausrichtung auf den künftigen Lehrberuf

  • Textverständnis (Verstehen von Sachtexten)
  • Sprachreflexion/Sprachbetrachtung
  • Schriftliche Kompetenz im Bereich Argumentieren
  • Sicherheit in wichtigen Bereichen der Rechtschreibung, des Wortschatzes, der Wortbildung und der Zeichensetzung auf Basis der gültigen Rechtschreibreform 1996 und der amtlichen Regelungen vom 1.8.2005 und 1.8.2006

Die schriftliche Überprüfung darf eine Dauer von 30 Minuten nicht unter- und eine Dauer von 60 Minuten nicht überschreiten. Die Anforderungen in diesem Prüfungsteil sind dann erfüllt, wenn sie im Wesentlichen überwiegend erfüllt werden; das heißt, wenn insgesamt mindestens 60 Prozent der zu erreichenden Punkte, die vor Beginn der Prüfung bekanntgegeben werden, erreicht werden und in jedem der genannten Abschnitte mindestens 50 Prozent der zu erreichenden Punkte erreicht werden.

b) Mündliche Überprüfung der Sprache auf Reifeprüfungsniveau mit Ausrichtung auf den künftigen Lehrberuf:

  • Sinngemäße Wiedergabe eines vorgelegten Textes und Erklärung des Inhaltes
  • Mündliche Reflexion der ersten Praxisbegegnung anhand eigener Aufzeichnungen(Beobachtungsbogen)
  • Mündliche Selbsteinschätzung der eigenen Stärken nach CCT – Career Counselling for Teachers

Die mündliche Überprüfung der deutschen Sprache findet im Rahmen des individuellen Eignung- und Beratungsgespräches und gemeinsam mit diesem statt und darf eine Dauer von 15 Minuten nicht unterschreiten und 60 Minuten nicht überschreiten.

Die Anforderungen in diesem Prüfungsteil sind dann erfüllt, wenn sie im Wesentlichen überwiegend erfüllt werden; das heißt, wenn mindestens 60 Prozent der zu erreichenden Punkte, die vor Beginn des Gesprächs bekanntgegeben werden, erreicht werden.

 c) Überprüfung der Sprech- und Stimmleistung:

  • Normgerechte Bildung der Laute (Überprüfung der phonetisch-phonologischen Kompetenzen)
  • Normgerechter Sprechablauf (Überprüfung hinsichtlich Sprechablaufstörungen wie Stottern, Poltern etc.)
  • Normgerechte Nasalität (Überprüfung auf Rhinophonien)
  • Normgerechte stimmliche Kompetenzen (Überprüfung der Stimmleistungen, bei Bedarf in enger Zusammenarbeit mit der HNO-Klinik des AKH)

Die Überprüfung der Sprech- und Stimmleistung kann bei Bedarf unterbrochen und zur sicheren Diagnose an der HNO-Klinik des AKH fortgesetzt werden.

Dieser Prüfungsteil ist bestanden, wenn keine Schädigung oder Minderleistung der Stimme und des Sprechens vorliegen, die der Ausübung des Lehrberufes entgegenstehen.